Die folgende, wiedergegebene Meinung ist eine persönliche Stellungnahme der genannten Person. Sie spiegelt nicht notwendigerweise die Ansichten, Werte oder Positionen des Vereins, seiner Organe oder seiner Mitglieder wider.

Moin Ihr Lieben,

wir sind digital abhängig!

Die großen Techkonzerne bieten uns digitale Services für alle Bereiche des Lebens. Wir vernetzen uns über Social Media, wir genießen Synchronisationen über alle Geräte hinweg und finden es voll cool, die neuesten Features in Programmen nutzen zu können. Und das Beste daran: meistens kosten die Services nichts oder extrem wenig. Bezahlen müssen nur Unternehmen oder professionelle User die auch sowas brauchen wie Service und Support.

Wo ist nun das Problem?

Die Währung in der wir tatsächlich zahlen besteht aus zwei Komponenten:

  • Daten
  • Abhängigkeit

Für Privatpersonen liegt der Schwerpunkt auf den Daten, bei den Unternehmen mehr auf der Abhängigkeit.

Daten

Bei den Daten merken wir sehr deutlich den Unterschied zwischen dem Geltungsbereich der EU-DSGVO und Ländern in denen diese eher als „Hinweise“ interpretiert wird. Und wenn man sich dann das Vorgehen in Amerika der DOGE-Initiative anschaut, wird auch allzu schnell deutlich, warum es gefährlich wird, wenn Daten vorhanden sind und nicht geschützt werden: Es kann gewildert werden.

Abhängigkeit

Viele Unternehmen gehen in die Cloud und benutzen dort gerne die amerikanischen „Hyperscaler“ wie z.B. AWS oder Azure. Was passiert, wenn eine dieser Firmen auf Geheiß des orangenen Despoten die Dienste abschaltet? Oder die Preise in die Höhe treibt?

Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel / dem Netze des Vogelfängers; das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.

Psalm 124, 7

Digitale Souveränität

Damit wir uns als Gesellschaft, Unternehmen und Einzelpersonen von diesen Gefahren befreien, müssen wir digitale Souveränität anstreben und uns von den großen Techkonzernen befreien – insbesondere von den amerikanischen Firmen.

Lösungen

Das geschieht nicht von heute auf morgen und auch nicht in einem Schritt. Vielmehr kann es nur gelingen, indem wir Schritt für Schritt Alternativen für etablierte Dienste suchen. Dazu kommt die Bereitschaft auch als Privatpersonen etwas zu bezahlen und ggf. Abstriche im Aussehen oder den Zusatzfunktionen zu machen.

Ich selbst bin beispielsweise auf der Suche nach einer Alternative für GMAIL, da ich meine Mails nicht mehr über Google abwickeln möchte. Gleichzeitig ist der Gmail-Client sowohl im Browser als auch in den Apps so mithin das Beste, was mir untergekommen ist. Es macht mir sogar mehr Spaß als die Kombination von Outlook und Exchange aus dem dienstlichen Kontext…

Was sind nun die Kriterien für eine Alternative?

  • Anbieter aus der EU (damit die DSGVO und der EU-AI-Act gelten)
  • Lieber moderate Kosten als werbefinanziert
  • Leistungsfähiger Web-Client
  • Leistungsfähige Apps

Bei der Suche danach (die noch nicht abgeschlossen ist) habe ich eine Website gefunden, die ich heute hier präsentieren möchte: https://european-alternatives.eu/de

Die Seite wird laut Impressum vom einem österreichischen IT-ler gehostet, den ich zwar nicht kenne, aber dem ich dennoch sehr dankbar bin für die Auflistung.

Ich werde mich nun nicht mehr zurückziehen und sagen, dass ich bei gmail bleibe bis ich was besseres gefunden habe. Statdessen gehe ich proaktiv auf die Suche und an die Umsetzung. Ja, das bedeutet Arbeit und Umgewöhnung und es wäre viel bequemer alles so zu lassen wie es ist. Aber: Freiheit ist unbequem – und sie ist es auch wert!

So long

cK

Kategorien: Meinungs-MontagNews

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