Junge? Mädchen? Mir egal – Meine Meinung

Non-binary, genderqueer, agender, bigender, genderneutral und und und und. Heutzutage gibt es für fast jedes Gefühl ein Label. Fühlst du erst sexuelle Anziehung gegenüber einer Person, wenn du zu dieser eine innige Beziehung führst? Du bist demisexuell. Empfindest du gar keine sexuelle Anziehung gegenüber deinen Partner:innen? Auf jeden Fall bist du asexuell.

Die Liste ist unendlich, aber wofür haben wir diese ganzen Begriffe? Ganz klar, sie schaffen Zusammenhalt, aber auch leider Ausgrenzung. Warum man sich gerne labelt, wird schnell klar, sobald man die Diskussion über Geschlechtsidentitäten und Sexualitäten beginnt. Ein Label lässt keinen Raum für Fragen, übernimmt einer/m somit die Arbeit des Selbsterklärens. Oft werden wir im Leben mit Fragen konfrontiert, Fragen, welche sich mit unserer Identität und Zukunft befassen. Oft scheint es hier einfach zu sein, sich ein einzelnes Wort zu nehmen und damit einen Teil seiner Person deutlich zu machen.

Aber was, wenn man in diese Label nicht reinpasst?

Es gibt zwar täglich neue Begriffe, doch scheint es auch von Tag zu Tag den Leuten schwerer zu fallen, sich einordnen zu können. So gibt es verschiedene Label für fast jeden doch so kleinen Unterschied und trotzdem finden viele nicht ihrs. Das Problem: Viele dieser Bezeichnungen bedienen sich ewig alten Stereotypen. Bist du auf diese Weise anders, so bist du dies und jenes, aber wenn du doch eher so bist, passt doch das andere Label besser.

Brauchen wir das wirklich? Wollen wir nicht lieber individuell sein?

Behaften wir uns selber mit Etiketten, grenzen wir uns ein, unsere Entscheidungen ein, unsere Freiheit ein. Lasst uns doch aus dieser Welt voller Urteile und Stigmata ausbrechen! Fragt dich jemand nach deinem Empfinden, deinen Gedanken, deiner Lebensweise, so sei einfach frei in deiner Wortwahl. Setze dir durch keine Begriffe Grenzen und Voraussetzungen! Letztendlich bleibt es uns allen frei, ob wir uns der Außenwelt preisgeben wollen, jedoch sollten wir nie das Gefühl haben, uns erklären zu müssen. Was denkt ihr? Labelt ihr euch auf bestimmte Weisen, gehört vielleicht sogar eins der oben genannten zu euch? Lasst es mich wissen und schreibt einen Kommentar!

– Von einem, der anders ist und dafür kein Label braucht


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