<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Geschichten &#8211; Anders? = Anders! e.V.</title>
	<atom:link href="https://anders-gleich-anders.de/category/geschichten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://anders-gleich-anders.de</link>
	<description>Don&#039;t Judge. - Just Ask.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Mar 2026 18:39:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/07/cropped-cropped-aktuelles_logo_03_2021-32x32.jpg</url>
	<title>Geschichten &#8211; Anders? = Anders! e.V.</title>
	<link>https://anders-gleich-anders.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Big in Japan – Leben mit einem Hochstapler</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/news/big-in-japan-leben-mit-einem-hochstapler/</link>
					<comments>https://anders-gleich-anders.de/news/big-in-japan-leben-mit-einem-hochstapler/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cK]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 18:39:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Scham muss die Seite wechseln"]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=3626</guid>

					<description><![CDATA[Ein persönlicher Meinungsbericht aus der Sicht der Betroffenen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Rechtlicher Hinweis und redaktionelle Einordnung</strong></p>



<p>Der auf dieser Website veröffentlichte Beitrag ist ein persönlicher Erfahrungsbericht. Er gibt die individuelle Sicht der jeweiligen Verfasserinnen und Verfasser wieder.</p>



<p>Wir machen uns diese Inhalte nicht als eigene Tatsachenbehauptungen zu eigen, sondern veröffentlichen sie als Teil unserer Arbeit zur Sichtbarmachung von Betroffenenperspektiven.</p>



<p>Als Verein prüfen wir eingereichte Beiträge im Rahmen unserer Möglichkeiten sorgfältig. Eine umfassende rechtliche oder gerichtliche Überprüfung der einzelnen Angaben erfolgt jedoch nicht.</p>



<p>Sollten Inhalte Rechte Dritter verletzen oder rechtlich zu beanstanden sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Wir werden solche Inhalte nach Prüfung umgehend anpassen oder entfernen.</p>



<p>Unser Ziel ist es, einen geschützten Raum für Erfahrungen zu schaffen – unter Beachtung der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.</p>



<p></p>
</blockquote>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="527" height="449" src="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Frau_Beitragsbild.jpg" alt="" class="wp-image-3625" srcset="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Frau_Beitragsbild.jpg 527w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Frau_Beitragsbild-300x256.jpg 300w" sizes="(max-width: 527px) 100vw, 527px" /></figure>
</div>


<p></p>



<p>Dies ist kein neutraler Bericht. Dies ist meine Stimme. Meine Erinnerung. Mein Versuch, das Unfassbare in Worte zu fassen. Ich schreibe aus dem Schmerz heraus, aus der Erschöpfung, aus dem Entsetzen darüber, wie sehr ein Mensch das Leben eines anderen deformieren und diffamieren kann, wenn Lügen zu seinem Atem geworden sind.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Der Anfang</h2>



<p>Als ich ihn kennenlernte, war ich jung, offen, voller Vertrauen. Ich habe meine Heimatstadt verlassen – für ihn. Ich dachte, ich würde ein gemeinsames Leben aufbauen. Ich wusste nicht, dass ich in Wahrheit in ein Labyrinth aus Täuschungen hineinschritt. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Flucht statt Liebe </h4>



<p>Nach der Fehlgeburt unseres gemeinsamen Kindes, einem der dunkelsten Momente meines Lebens, verschwand er. Er „ertrug es nicht“. Ich blieb zurück – allein mit dem Schmerz, allein mit der Leere, allein mit der Frage, warum jemand, der behauptet zu lieben, genau dann flieht, wenn Liebe gebraucht wird. Ein halbes Jahr später sagte er mir, er werde Vater. Nicht mit mir. Ich verstand damals nicht, dass das nur der erste Riss in einer Fassade war, die nie echt gewesen ist.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Zweiter Versuch</h2>



<p>Lange Zeit später kamen wir wieder zusammen. Sieben Jahre meines Lebens habe ich ihm gegeben. Wir bekamen einen Sohn. Ich wollte glauben, dass Menschen sich ändern können. Ich wollte glauben, dass Familie etwas bedeutet. Ich wusste nicht, dass ich mit einem Mann zusammenlebte, dessen ganzes Leben ein Bühnenstück war.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wahrheit bricht auf </h2>



<p>Es war wie ein Erdbeben. Alles, was er mir erzählt hatte, zerfiel zu Staub. </p>



<p>Er sprach von einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einem Afghanistan-Einsatz. Er erzählte von Kameraden, von Einsätzen, von Narben, die er davongetragen hatte. Ich fühlte Mitleid, Verständnis, Verantwortung. Im Laufe der Zeit entstanden bei mir erhebliche Zweifel an diesen Erzählungen. Für mich waren zentrale Teile davon nicht mehr nachvollziehbar. Für mich blieb unklar, ob diese Erzählungen der Realität entsprachen.</p>



<p>Auch andere Teile seiner Erzählungen blieben für mich unbelegt und widersprüchlich: Was ist mit der Geschichte, dass er ein Kampfsportmeister sei und deswegen schon mehrfach in Fernost gewesen sei? Ich habe in unserem gemeinsamen Alltag nichts wahrgenommen, was diese Erzählungen für mich greifbar gemacht hat.</p>



<p>Und dann gab es noch die Geschichte, dass eine Ex ihm eine Straftat anhängen wollte. Ich bin im Laufe der Zeit auf Informationen gestoßen, die in deutlichem Widerspruch zu seinen eigenen Darstellungen standen und stehen.</p>



<p>Jede Geschichte, die er erzählt hatte, war wie ein Schlag. Jeder Zweifel und jede neue Erkenntnis führten mir vor Augen, dass ich mich eher in einer Illusion als in einer verlässlichen Beziehung befand.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Manipulation als Alltag </h4>



<p>Ich fühlte mich in allem manipuliert. Nähe, Distanz, Ironie, Tatsachen zu den eigenen Gunsten verdrehen und meine Wahrnehmung absprechen – ein ständiges Wechselspiel, das mich zermürbte und krank machte. </p>



<p>Ich begann, an mir selbst zu zweifeln, an meiner Wahrnehmung, an meinem Wert. Gewalt wäre nur dann real, wenn er sie anerkennt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Die Trennung </h2>



<p>Von heute auf morgen offenbarte er mir: ,,Ach übrigens, ich verlasse dich.&#8220; Er habe sich eine Wohnung gesucht und wird ausziehen. Er hat mich verlassen und ich konnte noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen erkennen. </p>



<p>Im Gegenteil: Ich bin mit unserem Sohn alleine und muss mit ihm darum kämpfen, dass er seinen väterlichen Pflichten nachkommt. Für den Unterhalt muss das Amt einspringen, Absprachen für die Betreuung unseres Sohns funktionieren nicht oder nicht so, wie ich es mir erhofft hätte. </p>



<p>Zuerst dachte ich, sein Gehen kann auch eine Befreiung sein, für unseren Sohn und für mich. Doch seitdem gibt es keine Ruhe. Ich empfinde an vielen Stellen Druck, den er auf mich ausübt. Ich nehme wahr, dass er nicht immer bei der Wahrheit bleibt, dass er versucht, Kontrolle zu behalten, wo keine mehr ist. Ich sehe nicht, dass er sich um seinen Sohn kümmert &#8211; nicht annähernd und nicht so, wie ein Vater es tun sollte. </p>



<p>Über ein Auto, das er benutzt, kommen finanzielle Herausforderungen auf mich zu und ich fühle mich von ihm alleine gelassen. Seine Kartons stehen noch in meinem Keller und ich sehe nicht, wie ich das Thema ansprechen kann, ohne dass es zu Streit kommt.</p>



<p>Ich fühle mich oft bedroht.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was bleibt </h2>



<p>Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass oft Dinge nicht so sind, wie sie durch eine rosarote Brille des Verliebtseins aussehen. Ich scheine mit einem Hochstapler gelebt zu haben. Mit jemandem, der Geschichten erzählte und alle glauben ließ, dass sie der Wirklichkeit entsprechen. Ich empfinde, dass er meine Liebe, meine Loyalität, meine Gutgläubigkeit ausnutzte. </p>



<p>Was bleibt, ist Schmerz. </p>



<p>Aber auch Klarheit. </p>



<p>Und die Gewissheit, dass ich mich befreit habe – auch wenn der Weg danach steinig ist.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://anders-gleich-anders.de/news/big-in-japan-leben-mit-einem-hochstapler/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lenas Mobbinggeschichte Part 2 – Endlich Ich!</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/lenas-mobbinggeschichte-part-2-endlich-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 16:02:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=2770</guid>

					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Mobbing, Gewalt Ich dachte, sobald ich wusste, wer ich wirklich bin, würde alles einfacher werden. Ich irrte mich. Nachdem ich meiner Therapeutin erzählt hatte, dass ich Lena bin – nicht ein Junge – fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben frei. Sie hörte mir zu, wirklich zu.<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/lenas-mobbinggeschichte-part-2-endlich-ich/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Triggerwarnung: Mobbing, Gewalt</p>



<p>Ich dachte, sobald ich wusste, wer ich wirklich bin, würde alles einfacher werden. Ich irrte mich.</p>



<p>Nachdem ich meiner Therapeutin erzählt hatte, dass ich Lena bin – nicht ein Junge – fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben frei. Sie hörte mir zu, wirklich zu. Sagte nicht „aber du warst doch ein Junge“ oder „das geht vorbei“. Sie fragte: Wie kann ich dir helfen, du selbst zu sein?</p>



<p>Ich begann, zuhause langsam darüber zu sprechen. Meine Eltern waren erst still. Mein Vater weinte nicht, aber ich sah, wie er schluckte. Meine Mutter fragte tausend Fragen, alle durcheinander. Es war nicht einfach. Aber sie versuchten, es zu verstehen. Ich glaube, das war das Wichtigste.</p>



<p>In der Schule war es anders.</p>



<p>Ich traute mich zuerst nur mit einer engen Freundin zu sprechen. Sie nahm mich in den Arm und sagte: „Okay, Lena. Schön, dass du da bist.“ Das gab mir Mut. Ich sagte meiner Klassenlehrerin Bescheid. Sie war verständnisvoll – aber überfordert. Und weil sie überfordert war, sprach sie mit anderen.</p>



<p>Doch ihr kennt es selbst, Gossip verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Schon nach 2 Tagen wusste es die halbe Klasse.</p>



<p>„Bist du jetzt ein Mädchen oder was?“</p>



<p>„Ey, *Deadname* trägt jetzt Zöpfe – wie peinlich ist das denn?“</p>



<p>„Willst du etwa bei uns in die Mädchentoilette? Träum weiter.“</p>



<p>Lachen. Tuscheln. Blicke. Stille, wenn ich den Raum betrat. Und dann der Tag, an dem ich im Sportunterricht war und jemand laut rief: „Guckt mal, *Deadname* hat keine Titten, wie soll der nen Mädchen sein!“</p>



<p>Ich rannte raus. Ich lief einfach nur. Ich weiß nicht wohin. Ich wollte nur weg. Weg von allem.</p>



<p>Meine Lehrerin sprach danach mit der Klasse. Es half nichts. Die Jungs mieden mich, die Mädchen waren unsicher, wo ich hingehörte. Ich gehörte nirgends hin. Wieder.</p>



<p>Ich wurde krankgeschrieben. Die Therapeutin sprach mit meinen Eltern. „Lena braucht einen geschützten Raum. Einen echten Neuanfang.“ Ich wollte das nicht. Ich wollte nicht schon wieder wechseln. Ich wollte einfach, dass sie mich in Ruhe lassen.</p>



<p>Aber ich konnte nicht mehr atmen dort.</p>



<p>Also wechselte ich die Schule.</p>



<p>In der neuen Schule kannte mich niemand. Ich stellte mich direkt als Lena vor. Sie wussten nichts von meinem Deadname. Ich hatte neue Kleidung, einen neuen Rucksack, einen neuen Namen in der Klassenliste.</p>



<p>Und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich einfach sein. Nicht erklären, nicht rechtfertigen. Ich war einfach ein Mädchen unter vielen.</p>



<p>Nicht alles war perfekt. Es gibt Blicke, es gibt Fragen. Aber es gibt auch Respekt. Und eine Mitschülerin, die irgendwann einfach fragte: „Hast du Lust, mit in die Stadt zu kommen? Wir kaufen Sommerkleider.“ Ich war so glücklich, dass ich fast weinte.</p>



<p>Ich bin noch nicht am Ziel. Ich bin mitten auf dem Weg. Ich kämpfe mit Ängsten, mit Papierkram, mit Blicken in der Bahn. Aber ich kämpfe nicht mehr allein. Und ich bin endlich ein Mädchen. Ich bin endlich Ich!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich wollte einfach nur ich sein&#8220; – Lenas Mobbinggeschichte</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-nur-ich-sein-lenas-mobbinggeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 16:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=2766</guid>

					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Mobbing, Hänseleien Früher war alles einfacher. Im Kindergarten war ich einfach ich. Ich liebte es, mich zu verkleiden – am liebsten als Prinzessin oder Fee. Ich mochte die bunten Kleider, die glitzernden Schuhe, die Schminke aus dem Bastelschrank. Niemand sagte mir, dass das falsch war. Die Erzieherinnen lachten, sagten:<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-nur-ich-sein-lenas-mobbinggeschichte/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Triggerwarnung: Mobbing, Hänseleien</p>



<p>Früher war alles einfacher.</p>



<p>Im Kindergarten war ich einfach ich. Ich liebte es, mich zu verkleiden – am liebsten als Prinzessin oder Fee. Ich mochte die bunten Kleider, die glitzernden Schuhe, die Schminke aus dem Bastelschrank. Niemand sagte mir, dass das falsch war. Die Erzieherinnen lachten, sagten: „Na, unsere kleine Glitzerfee ist heute wieder unterwegs.“ Ich fühlte mich gesehen. Nicht hinterfragt. Einfach echt.</p>



<p>Damals hatte ich noch meinen Deadname. Alle sagten, ich sei ein Junge. Ich verstand das irgendwie, aber es fühlte sich nie ganz richtig an. Nicht falsch, wie ein böser Irrtum – eher wie ein zu enges Hemd. Ein Name, der nicht zu mir passte. Ich wusste nicht, wie ich es beschreiben sollte. Ich hatte ja keine Worte dafür.</p>



<p>In der Schule wurde es anders. Da war plötzlich alles geteilt. Jungen da, Mädchen hier. Jungen spielen Fußball, Mädchen malen. Jungen tragen Hosen, Mädchen Röcke. Es gab keine glitzernden Feen mehr, nur Fußballkarten und Dinohefte. Ich passte nicht rein. Ich wollte nicht in dieser Jungen-Reihe stehen, in der Sportumkleide, in der Jungs-Gruppe für das Projekt. Ich war dort fehl am Platz, wie ein Puzzlestück in der falschen Schachtel.</p>



<p>Ich versuchte mitzuhalten. Ich spielte mit, lachte mit, sprach tief, lief schnell. Aber es fühlte sich hohl an. Wie Theater ohne Text. Und es machte mich müde. So müde.</p>



<p>Wenn ich allein war, stellte ich mir vor, ich wäre einfach ein Mädchen. Nicht, weil ich es &#8222;spielen&#8220; wollte. Sondern weil ich es war.</p>



<p>Ich schrieb verschiedenste Mädchennamen in mein Tagebuch, malte kleine Figuren mit langen Haaren, mit meinem Gesicht. Es war mein Geheimnis. Mein sicherer Ort.</p>



<p>Aber Geheimnisse werden schwer, wenn sie zu lange allein getragen werden.</p>



<p>In der vierten Klasse fragte mich ein Junge, warum ich „so komisch“ rede. Warum ich nicht mit den anderen kämpfe oder rangel. Ich zuckte nur mit den Schultern. Irgendwann fingen sie an zu lachen, wenn ich sprach. &#8222;Mädchenstimme&#8220;, sagten sie. Ich redete immer weniger. Ich zog mich zurück. Im Spiegel begann ich, mich selbst nicht mehr zu erkennen.</p>



<p>Ich wollte weinen, aber ich wusste nicht wofür. Ich wusste ja selbst nicht, was mit mir los war. Ich hatte kein Wort für das, was ich fühlte. Nur dieses leise Wissen in mir: Das bin ich nicht. Aber ich bin auch nicht das, was sie erwarten.</p>



<p>Erst mit elf Jahren hörte ich zum ersten Mal das Wort „trans“. Es war in einem Video, das ich zufällig sah. Ein Mädchen sagte: „Ich bin im Körper eines Jungen geboren, aber ich bin ein Mädchen.“ Ich saß stundenlang da, das Handy in der Hand, und weinte. Weil ich zum ersten Mal das Gefühl hatte: Da ist jemand wie ich. Ich bin nicht allein. Ich bin nicht kaputt.</p>



<p>Ich bin ein Mädchen, das war mir ab da vollends klar. Ich bin trans und ich heiße Lena. Auch wenn ich da noch einen schweren Weg vor mir hatte.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hubis Mobbinggeschichte- Die Stimme meines Mutes</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/hubis-mobbinggeschichte-die-stimme-meines-mutes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 16:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=2762</guid>

					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Gewalt, Mobbing Ich war schon als Kind irgendwie anders. Nicht schlechter. Nicht weniger. Einfach anders. Ich habe das Klinefelter-Syndrom (XXY) . Eine genetische Besonderheit, die dafür sorgte, dass mein Körper sich anders entwickelte als der meiner Mitschüler. Während die anderen Jungen in den Stimmbruch kamen, blieb meine Stimme hoch.<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/hubis-mobbinggeschichte-die-stimme-meines-mutes/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Triggerwarnung: Gewalt, Mobbing</p>



<p>Ich war schon als Kind irgendwie anders. Nicht schlechter. Nicht weniger. Einfach anders.</p>



<p>Ich habe das Klinefelter-Syndrom (XXY) . Eine genetische Besonderheit, die dafür sorgte, dass mein Körper sich anders entwickelte als der meiner Mitschüler. Während die anderen Jungen in den Stimmbruch kamen, blieb meine Stimme hoch. Bis ich 14 war, klang ich wie ein Mädchen.</p>



<p>Als wäre das nicht schon genug gewesen, hatte ich auch Asthma. Für die anderen Kinder war das eine perfekte Angriffsfläche. Sie rotteten sich zusammen, um mich zu verspotten. Sie äfften meine Stimme nach, riefen mir auf dem Schulhof Beleidigungen hinterher, lachten mich aus.</p>



<p>Und ich? Ich konnte kaum etwas dagegen tun. Es traf mich mitten ins Herz. Und wenn ich mich zu sehr aufregte – wenn all der Spott zu viel wurde, die Angst, die Wut, die Hilflosigkeit – bekam ich einen Asthmaanfall. Ich rang nach Luft, fühlte, wie mir alles zu eng wurde. Und trotzdem hörte das Mobbing nicht auf.</p>



<p>Ich weinte oft – aber immer heimlich. Ich wollte nicht, dass jemand sah, wie sehr es mich verletzte. Ich wollte stark wirken, obwohl ich mich innerlich oft so schwach fühlte.</p>



<p>Aber etwas in mir weigerte sich aufzugeben. Ich habe gelernt, meine Andersartigkeit nicht länger als Makel zu sehen. Meine Stimme, mein Körper, mein Weg – sie waren nicht falsch. Sie waren einfach ich.</p>



<p>Mit 18 zog ich in eine neue Stadt. Niemand kannte meine Geschichte. Niemand wusste, was ich durchgemacht hatte. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich wirklich frei.</p>



<p>Ich konnte neu anfangen. Ich war einfach ich – nicht der Außenseiter, nicht der mit der „Mädchenstimme“, nicht der mit dem Asthma. Einfach ich.</p>



<p>Später bekam ich von Freunden den Spitznamen „Hubi“. Zum ersten Mal war ein Spitzname ein Zeichen von Zugehörigkeit, nicht von Spott.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Ich wollte einfach verschwinden&#8220; – Laras Geschichte</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-verschwinden-laras-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 16:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=2757</guid>

					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Mobbing/Suizidalität Ich war nie besonders laut. Ich war die, die hinten saß, gute Noten schrieb, sich nicht einmischte. Ich mochte Schule – oder zumindest störte sie mich nicht. Bis zur Oberstufe. Bis zu diesem einen Lehrer. Herr B. war mein neuer Mathelehrer. Schon am ersten Tag hatte ich das<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-verschwinden-laras-geschichte/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Triggerwarnung: Mobbing/Suizidalität</p>



<p>Ich war nie besonders laut. Ich war die, die hinten saß, gute Noten schrieb, sich nicht einmischte. Ich mochte Schule – oder zumindest störte sie mich nicht. Bis zur Oberstufe. Bis zu diesem einen Lehrer.</p>



<p>Herr B. war mein neuer Mathelehrer. Schon am ersten Tag hatte ich das Gefühl, dass er mich nicht mochte. Ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht, weil ich zögerlich war, weil ich nicht sofort alles verstand. Beim ersten Mal dachte ich noch, ich hätte mich verhört. „Du bist wirklich schlecht in Mathe“, sagte er, als ich die falsche Antwort gegeben hatte. „So wirst du niemals dein Abitur bestehen.“ Die Klasse lachte.</p>



<p>Ich lachte nicht. Ich fühlte, wie mein Gesicht heiß wurde, wie mein Herz raste. Ich wollte im Boden versinken. Doch das war nur der Anfang.</p>



<p>Es passierte immer wieder. Er stellte mich bloß, rollte die Augen, ließ mich Aufgaben an der Tafel machen und kommentierte jeden Fehler laut und spöttisch. „Das ist ja selbst für dich peinlich“, sagte er mal. Und irgendwann begann auch der Rest der Klasse, mich auszulachen. Ich war die Dumme, die Versagerin. „Mathe-Lara“, nannten sie mich – als Witz, nicht als Spitznamen.</p>



<p>Ich fing an, mich zurückzuziehen. Ich redete kaum noch in der Schule, traute mich nicht mehr, mich zu melden. In den Pausen stand ich allein. Manche tuschelten, andere warfen mir Zettel hin: „Dumm wie Brot“ stand da einmal drauf.</p>



<p>Zuhause sagte ich nichts. Meine Eltern fragten natürlich – sie merkten, dass ich mich veränderte, dass ich weniger aß, weniger lachte, dass ich nur noch in meinem Zimmer saß. Ich sagte immer nur: „Ist nichts. Nur viel zu lernen.“</p>



<p>Aber es war nicht nichts. Es war alles. Ich fühlte mich wertlos. Ich konnte kaum noch schlafen, lag stundenlang wach und dachte: Ich schaffe das nicht. Ich bin nichts wert. Ich will nicht mehr.</p>



<p>Der Punkt kam, an dem ich mir ernsthaft etwas antun wollte. Ich hatte es geplant. Ich hatte sogar einen Abschiedsbrief geschrieben. Aber meine Mutter kam zufällig ins Zimmer, als ich gerade weinte. Danach ging alles schnell: Klinik, Gespräche, Tränen. Viel Schweigen. Aber auch: das erste Mal reden. Endlich sagen, was wirklich los war.</p>



<p>Meine Therapeutin kontaktierte die Schule. Der Rektor wurde informiert. Ich hatte gehofft, jetzt würde sich etwas ändern. Aber nichts passierte. Herr B. sagte, er habe mich „motivieren“ wollen. Ich hätte wohl „alles etwas zu ernst genommen“. Und der Rektor? Er hielt zu ihm. Sagte nur: „Vielleicht lag ein Missverständnis vor.“</p>



<p>Ein Missverständnis? Ich fühlte mich verraten. Also ging ich. Ich konnte nicht zurück in diese Klasse, in diesen Raum, zu diesem Lehrer. Ich wechselte die Schule.</p>



<p>Dort war es anders. Nicht perfekt, aber besser. Ich fand langsam Menschen, die mich so sahen, wie ich wirklich war. Ich kämpfte mich durch. Ich machte mein Abitur. In Mathe gerade so bestanden – aber ich hab&#8217;s geschafft. Und das war mein Sieg.</p>



<p>Heute studiere ich Psychologie. Ich will mit Jugendlichen arbeiten, die durch sowas gehen wie ich. Weil ich weiß, wie einsam man sein kann. Wie schwer es ist, Hilfe zu holen. Und wie wichtig es ist, dass einen jemand sieht. Wirklich sieht.</p>



<p>Ich bin noch da. Und ich bin stärker, als sie dachten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alex Mobbinggeschichte &#8211; vom Gemobbten zum Held</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/alex-mobbinggeschichte-vom-gemobbten-zum-held/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2025 15:10:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=2749</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin auf dem niederbayerischen Pampa aufgewachsen. Ich glaub in der 7.Klasse, noch bevor ich mir selbst überhaupt Gedanken über meine eigene Sexualität gemacht hatte, hatte ich mich im Unterricht nicht negativ über Homosexuelle ausgesprochen. Daraufhin wurde ständig von beinahe der gesamten Klasse absurd und verletzend über meine Sexualität diskutiert,<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/alex-mobbinggeschichte-vom-gemobbten-zum-held/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich bin auf dem niederbayerischen Pampa aufgewachsen. Ich glaub in der 7.Klasse, noch bevor ich mir selbst überhaupt Gedanken über meine eigene Sexualität gemacht hatte, hatte ich mich im Unterricht nicht negativ über Homosexuelle ausgesprochen. Daraufhin wurde ständig von beinahe der gesamten Klasse absurd und verletzend über meine Sexualität diskutiert, nichts war zu absurd. Meine Vorlieben , die ich damals noch nicht mal hatte, waren öffentliches Diskussionsthema. In der Sportumkleide gab&#8217;s ein Wettrennen, sich umzuziehen, bevor ich über halbnackte Schüler herfallen würde &#8211; so die Meinung aller. Ständige Witze darüber, dass ich die Seife fallen lassen würde. Und ab und an landete der gesamte Inhalt des Mülleimers im Klassenzimmer in meinem Rucksack. Mir wurden Titten an den Pulli gemalt und alles, was ich sagte, übertrieben nasal und feminin nachgeäfft.</p>



<p>Das ging teilweise bis zum Abitur und führte dazu, dass Sexualität für mich zu einem großen Tabuthema wurde&#8230;</p>



<p>&#8230;Erst Anfang 20 traute ich mich überhaupt, vorsichtig mich über Sexualität zu informieren, erst mit Mitte 20 redete ich mit Freunden über meine geheimgehaltenen, wenigen sexuellen Erfahrungen. Und als ich das tat, brach ein Teil meines niederbayerischen Freundeskreises wieder mit mir. Ich wurde nicht mehr auf Partys eingeladen, man machte Witze über mich &#8230; Das sind nur wenige Punkte, die ich erlebte, führten aber zu lebenslanger Verunsicherung. Zum Beispiel traute ich mich nie, irgendeine Form von echter Beziehung zu haben und fing an, mich bedeckt zu halten.</p>



<p>Ich hätte ein ganz anderes Leben führen können.</p>



<p>Jetzt bin ich Lehrer. Und für die queeren Kids meiner Schule bin ich die Bezugsperson, die ich nicht hatte.</p>



<p>Alex</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="988" src="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-1024x988.jpeg" alt="" class="wp-image-2751" srcset="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-1024x988.jpeg 1024w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-300x289.jpeg 300w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-768x741.jpeg 768w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2752" srcset="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-819x1024.jpg 819w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-240x300.jpg 240w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-768x960.jpg 768w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-1229x1536.jpg 1229w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-1638x2048.jpg 1638w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/Post-190525-slide-2-scaled.jpg 2048w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Mobbing“-Geschichten, Täter und Opfer sogleich</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/mobbing-geschichten-taeter-und-opfer-sogleich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 16:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=2745</guid>

					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Suizid/ Depressionen/ Mobbing Hallo ihr Lieben, mein Name ist Fabian, ich bin Mitte zwanzig. Die folgende Mobbinggeschichte betrifft mich nur teilweise, denn im Mittelpunkt steht mein damaliger Freund Anton. Anton und ich lernten uns direkt in der fünften Klasse auf dem Gymnasium kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/mobbing-geschichten-taeter-und-opfer-sogleich/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><br></p>



<p>Triggerwarnung: Suizid/ Depressionen/ Mobbing</p>



<p></p>



<p>Hallo ihr Lieben,</p>



<p>mein Name ist Fabian, ich bin Mitte zwanzig. Die folgende Mobbinggeschichte betrifft mich nur teilweise, denn im Mittelpunkt steht mein damaliger Freund Anton.</p>



<p>Anton und ich lernten uns direkt in der fünften Klasse auf dem Gymnasium kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut – in dem Alter sind gemeinsame Interessen besonders wichtig, und bei uns passte es einfach.Bei uns waren es Pokemon, Yugioh und Beyblade.&nbsp;Unsere Freundschaft entwickelte sich schnell und intensiv.</p>



<p>Leider stießen wir mit unseren Interessen zunehmend auf Ablehnung(vielleicht waren wir auch einfach zu kindlich) – sowohl in der Klasse als auch allgemein an unserer Schule. Rückblickend betrachtet herrschte ein ausgesprochen toxisches Klassenklima: Statussymbole waren entscheidend(5 Kinder hatten bereits im Zarten Alter von 10 Jahren ein Iphone), es wurde über jeden und alles gelästert. In diesem Umfeld fielen Anton und ich bald aus dem sozialen Gefüge heraus. Wir wurden beide gemobbt – Anton jedoch deutlich stärker als ich.</p>



<p>Damals hatte ich oft das Gefühl, dass Antons Anwesenheit meine eigene Stellung in der Klasse noch weiter schwächte. Trotzdem hielt ich zu ihm. Ich mochte ihn sehr, wir waren für mich so etwas wie „wir beide gegen den Rest der Welt“. Doch das Mobbing gegen mich wurde immer intensiver – so sehr, dass meine damalige Klassenlehrerin schließlich eine Krisenintervention einleitete.</p>



<p>Ab diesem Moment bemerkte ich erstmals, wie anders die Mitschüler*innen auf mich reagierten, wenn ich mit ihnen alleine sprach. Diese Erkenntnis leitete eine Phase ein, auf die ich heute nicht stolz bin: Ich begann, mich von Anton zu distanzieren. Es gab keinen Streit, wir trafen uns hin und wieder, aber ich begann neue Freundschaften zu schließen. Zum ersten Mal fühlte ich mich verstanden und akzeptiert. Gemeinsam mit drei anderen Mitschülern gründete ich eine Clique – wir glaubten, gemeinsam alles erreichen zu können.</p>



<p>In dieser Zeit verlor Anton seinen letzten wirklichen Freund: mich. Ich kümmerte mich nicht mehr um ihn, verbrachte kaum noch Zeit mit ihm – unsere Freundschaft verblasste schleichend. Obwohl das aktive Mobbing nachließ, blieb Anton sozial isoliert. Diese Isolation führte dazu, dass er sich zunehmend schlechter und einsamer fühlte.</p>



<p>Dann kam jener Tag, den ich nie vergessen werde. Es war, glaube ich, während des Geschichtsunterrichts – Gruppenarbeit. Ich saß mit meiner neuen Clique zusammen. Plötzlich ein Schrei. Ein durchdringender, erschütternder Schrei einer Mitschülerin. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Anton an einem offenen Fenster stand – mit der Absicht zu springen vor allen denen, die ihn gemobbt haben. Zum Glück konnte er rechtzeitig gerettet werden.</p>



<p>Die soziale Isolation hatte ihn so weit getrieben, dass er sein Leben beenden wollte.</p>



<p>Bis heute frage ich mich: Hätte ich etwas anders machen können? Hätte ich diesen Versuch verhindern können? Warum habe ich einen langjährigen Freund so leichtfertig aufgegeben? Warum habe ich nichts bemerkt? War ich wirklich ein so schlechter Freund?</p>



<p>Ich weiß nicht, ob ich jemals eine Antwort auf diese Fragen finden werde.</p>



<p>Ich weiß nur, dass Anton danach professionelle Hilfe bekommen hat. Wir haben uns in den Jahren danach noch ein paar Mal gesehen und auch wieder schöne Momente miteinander geteilt. Soweit ich weiß, geht es ihm heute gut. Aber ich weiß auch, wie viel Glück dabei war.</p>



<p>Anton – solltest du das hier jemals lesen: Es tut mir unendlich leid, wie ich mit 13 Jahren war. Es tut mir leid, dass ich gesellschaftliche Anerkennung über deine Gesundheit und unsere Freundschaft gestellt habe. Vielleicht habe ich dir das auch schon persönlich gesagt – aber es bleibt mir ein tiefes Bedürfnis, es zu wiederholen: Es tut mir leid.</p>



<p>Wir haben seit Jahren keinen Kontakt mehr. Wir sind erwachsen geworden und leben heute völlig unterschiedliche Leben. Ich weiß nicht, wie oft du an diese Zeit zurückdenkst – ich tue es sehr oft.</p>



<p>Ich wünsche dir von Herzen nur das Beste für deine Zukunft. Ich hoffe, du führst das Leben, das du dir wünschst und verdienst.</p>



<p>Fabian</p>



<p>Die Namen wurden anonymisiert</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Du bist ja so schön schlank&#8230;</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/du-bist-ja-so-schoen-schlank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[cK]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Oct 2023 15:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=1009</guid>

					<description><![CDATA[Hi, ich bin Laura, 23 Jahre alt und wurde mit Anorexie diagnostiziert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="1009" class="elementor elementor-1009">
						<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-93437be elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="93437be" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2aa92c4" data-id="2aa92c4" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-746dab2 elementor-widget elementor-widget-spacer" data-id="746dab2" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="spacer.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-spacer">
			<div class="elementor-spacer-inner"></div>
		</div>
						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-d9beecf elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="d9beecf" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-26b1cab" data-id="26b1cab" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-11f48db elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="11f48db" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">„Du bist ja so schön schlank“</h2>				</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-50daf2d elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="50daf2d" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7228721" data-id="7228721" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-e199833 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="e199833" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<div dir="auto">„Du bist ja so schön schlank“ – Ein Satz der bei mir eine regelrechte Achterbahn an Emotionen auslöst. Einerseits Stolz und Bestätigung, andererseits Scham, Angst und Trauer.</div><div dir="auto"> </div><div dir="auto">Hi, ich bin Laura, 23 Jahre alt und wurde mit Anorexie diagnostiziert. </div><div dir="auto">Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich schon immer Schwierigkeiten, meine Gefühle und Emotionen auszudrücken und selbst zu erleben. Anders als das gemeine Klischee von „magersüchtigen“ Personen hatte ich nie den Wunsch gehabt, ein bestimmtes Gewicht zu erreichen oder das Gefühl, besonders Schlank sein zu müssen.</div><div dir="auto"> </div><div dir="auto">Ich sehe den Auslöser meiner Erkrankung in einer Mischung aus psychischem und physischem Stress, Überbelastung und einem extremen Kontrollverlust vor drei Jahren. Somit habe ich das anorektische (Ess-)verhalten erst im Erwachsenenalter entwickelt. Zu dem damaligen Zeitpunkt war das Nicht-Essen und die Kontrolle darüber was, wann und wie viel ich zu mir nehme, die einzige Möglichkeit, meine Emotionen und Empfindungen zu bändigen. Es gab Tage an denen ich gar nichts zu mir nehmen wollte und konnte. Ich habe mir eingeredet, dass einzelne Salatblätter adäquate Mahlzeiten sind oder, dass Kaffee eine adäquate Mahlzeit ist. Zeitgleich habe ich angefangen, exzessiv Sport zu betreiben, teilweise um zu rechtfertigen, dass ich Lebensmittel mit höherem Energielevel zu mir nehmen darf. Mit solchen Verhalten hatte ich „alles wieder im Griff“. Zeitgleich und rational betrachtet, habe ich aber alles verloren. Zuerst ein enormer Gewichtsverlust. Und ich habe wortwörtlich verlernt zu Essen. Mein Hunger- und Sättigungsgefühl waren quasi weg aber gleichzeitig auch sehr stark ausgeprägt. Was rational eine adäquate Mahlzeit ist, wusste ich nicht mehr und konnte es auch nicht mehr einschätzen. Eigentlich war alles „zu viel“.</div><div dir="auto"> </div>								</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-e955872 elementor-widget elementor-widget-image" data-id="e955872" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
															<img loading="lazy" decoding="async" width="169" height="300" src="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262-169x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-image-1008" alt="" srcset="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262-169x300.jpg 169w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262-600x1067.jpg 600w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262-576x1024.jpg 576w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262-768x1365.jpg 768w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262-864x1536.jpg 864w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231016_152834_262.jpg 1134w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" />															</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9b9fbd4 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="9b9fbd4" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2927bbf" data-id="2927bbf" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-b686317 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="b686317" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<div dir="auto"> </div><div dir="auto">Dann hatte ich kaum noch Kraft und mentale Kapazität für Dinge, die mir eigentlich Spaß gemacht haben. Meine Gedanken haben sich 24/7 nur noch um das Essen gedreht: wann? wie viel? was? ist es zu viel? darf ich? Abgesehen davon, dass ich mich hinsichtlich meiner körperlichen Gesundheit aufs Glatteis begeben hatte, wurde ich Emotional taub und stumpf. Ich habe kaum etwas anderes außer Leere und Anspannung empfunden. Demensprechend habe ich mich auch in meinem sozialen Umfeld verhalten. Ich hatte wortwörtlich mein Lachen verloren und zusätzlich fehlen mir auch diverse Erinnerungen. Es sind wahrhafte Erinnerungslücken in meinem Lebenslauf. Der Körper fährt bei extremer Unterernährung und in hohen Anspannungssituationen alles runter, um einfach nur am Leben zu bleiben.  </div><div dir="auto">Mit der Unterstützung meiner Eltern habe ich mich dann Anfang 2021 in tagesklinische Behandlung begeben gehabt. Über 20 Wochen hinweg habe ich gelernt, wieder zu Essen und meinen eigenen Emotionen zu begegnen. In der Tagesklinik habe ich neben der Diagnose Anorexie auch erfahren, dass meine emotionale Instabilität (Borderline-Tendenzen) völlig legitim sind. In unterschiedlichen Therapie-Konzepten habe ich bestimmte Emotionen zum ersten Mal in meinem Leben gefühlt und erfahren.</div><div dir="auto"> </div><div dir="auto">Heute ist mir bewusst, dass ich sehr wahrscheinlich mein Leben lang Probleme mit meinem Essverhalten haben werde, bzw. mit diesem Thema sehr vorsichtig umgehen muss. Nach der Klinik-Zeit hatte ich leider wieder Rückfälle und bin in alte Verhaltensmuster reingerutscht. Ich habe aber mittlerweile Skills, Tricks und Strategien (selbst entwickelt und in der Klinik gelernt), dass ich tagtäglich der Anorexie von neuem den Kampf ansagen kann. Es gibt Tage, die einfacher sind und Tage, die verdammt schwer sind. Aktuell habe ich keine ambulante Therapie, bin aber in regelmäßigen Kontakt mit der Psychiaterin, die mich damals in der Klinik aufgenommen hat.</div><div dir="auto"> </div><div dir="auto">Es ist mir wichtig, nochmal ausdrücklich festzuhalten, dass Anorexie eine psychische Erkrankung ist, die optisch sichtbar ist. Demensprechend ist eine physische Behandlung wichtig, aber die Hintergründe/Ursachen/<wbr />Intentionen MÜSSEN psychisch ergründet und entsprechend begleitet werden!</div><p>.</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Felix&#8216; Mental Health &#8211; Reise</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/felix-mental-health-reise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennis Dohlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2023 15:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=1050</guid>

					<description><![CDATA[Hallo, Ihr Lieben Andersleudz! Felix hier und ich will euch meine Mental Health &#8211; Reise erzählen. Zuerst sollte ich erwähnen, dass ich ADHSler bin. Warum das relevant ist? Durch die Dopaminunterversorgung, die damit einhergeht, ist ein häufiges Symptom, was auftreten kann, depressive Episoden/Depressionen. Und auch ich war leider nicht davor<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/felix-mental-health-reise/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hallo, Ihr Lieben Andersleudz!</p>



<p>Felix hier und ich will euch meine Mental Health &#8211; Reise erzählen.</p>



<p>Zuerst sollte ich erwähnen, dass ich ADHSler bin. Warum das relevant ist? Durch die Dopaminunterversorgung, die damit einhergeht, ist ein häufiges Symptom, was auftreten kann, depressive Episoden/Depressionen. Und auch ich war leider nicht davor verschont. Ich bin leider schon öfters in meinem Leben in solchen Episoden gewesen. Doch heute möchte ich über die düsterste berichten.</p>



<p>ACHTUNG AB JETZT EINE TRIGGERWARNUNG:</p>



<p>SELBSTVERLETZUNG UND SUIZID.</p>



<p>Mit 16 Jahren fiel ich wieder in eine depressive Episode und diese war auch so heftig, dass ich zum Facharzt gegangen bin und sogar für 2 Wochen krankgeschrieben wurde. Der Arzt vor Ort meinte zwar, dass ich nicht aktiv suizidal bin, ich aber wohl eine Therapie suchen solle. Er sagte meinen Eltern aber, dass ich das alleine tun soll, ohne Hilfe von ihnen.</p>



<p>Ich hab mir keine Therapie gesucht (unguterweise). Ich hab aber leider die falsche Lektion gelernt und einfach mit niemandem mehr darüber, wie schlecht es mir eigentlich wirklich geht, geredet. Und so hatte ich gute und schlechte Phasen in meinem Leben, bis es eines Tages eine Situation gab, die ein Fass zum Überlaufen gebracht hat.</p>



<p>Ich hatte mich mit wem gestritten und der Streit war so schlimm, dass ich dachte, es gäbe keine Möglichkeit, dass ich glücklich werden könnte. Und ich war alleine zuhause. Dieser Streit hat mich so überfordert, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Und ich hab es auch versucht. Ich wollte mich selbst vergiften und damit sterben. Ich habe eine bedenkliche Menge eines Medikaments zu mir genommen und sie mit Alkohol vermischt. Es war Gott sei<br>Dank zu wenig der Medizin, sodass ich es überlebt habe. Nach ca. einer halben Stunde habe ich bemerkt, was ich da gemacht habe. Panisch habe ich gegoogelt, wie viel des Medikaments mich tötet und ich habe erfahren, dass ich noch nicht einmal eine Vergiftung, geschweige denn eine tödliche Menge zu mir nahm. Und dann gab es den Moment der Realisierung:</p>



<p>Ich war gerade bereit, mein Leben wegzuwerfen. Ich habe zwar zu wenig genommen, aber ich war bereit, mein Leben zu beenden. Ich habe wirklich gewollt, nicht mehr zu existieren. Und das war das gruseligste Gefühl, das ich je hatte.</p>



<p>Ich hab das auch bis heute kaum jemandem erzählt.</p>



<p>Mir ging es die nächsten 2 Tage körperlich echt schlecht, aber ich wusste, dass ich leben will. Ich wollte mich nie wieder so fühlen. Der Streit ließ sich auch lösen und meine Hoffnungslosigkeit, die ich gefühlt habe, war eigentlich unbegründet.</p>



<p>Doch was habe ich aus dieser Situation gelernt?</p>



<p>Nach einem Tief kommt ein Hoch. Wenn ich jemals wieder so depressiv werde, suche ich mir sofort Hilfe.</p>



<p>Und am wichtigsten: Das Leben ist zu schön, um es einfach wegzuwerfen!</p>



<p>Also ihr Lieben:</p>



<p>Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten. Nur weil man mentale Krankheiten nicht sehen kann, heißt das nicht, dass sie nicht extrem gefährlich sind oder weniger medizinische Aufmerksamkeit bedürfen. Sprecht mit euren Liebsten und holt euch Hilfe. Ihr seid nicht allein und ihr seid sehr geliebt.</p>



<p>Euer Felix</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nicht jedes Lächeln ist ein echtes Lächeln</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/nicht-jedes-laecheln-ist-ein-echtes-laecheln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennis Dohlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 13:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://anders-gleich-anders.de/?p=1053</guid>

					<description><![CDATA[🎭 &#8222;MIR GEHT ES GUT&#8220; 🎭 Fühlst Du dich auch öfter mal traurig, ausgelaugt und kannst dich nur schwer für Dinge motivieren? 😔 Sicherlich ist all das bis zu einem gewissen Grad völlig normal und bestimmt unseren Alltag. Es könnte sich allerdings auch um eine depressive Episode handeln. Diese Art<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/nicht-jedes-laecheln-ist-ein-echtes-laecheln/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3ad.png" alt="🎭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8222;MIR GEHT ES GUT&#8220; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3ad.png" alt="🎭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Fühlst Du dich auch öfter mal traurig, ausgelaugt und kannst dich nur schwer</p>



<p>für Dinge motivieren? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f614.png" alt="😔" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Sicherlich ist all das bis zu einem gewissen Grad völlig normal und</p>



<p>bestimmt unseren Alltag. Es könnte sich allerdings auch um eine depressive</p>



<p>Episode handeln.</p>



<p>Diese Art der mentalen Erkankung wird immer noch nicht gänzlich akzeptiert</p>



<p>in unserer Gesellschaft, so wie es bei anderen physischen Krankheiten der Fall</p>



<p>ist. Viel mehr wird sie oft mit Aussagen wie &#8222;Stell dich nicht so an, das</p>



<p>wird schon wieder&#8220; oder &#8222;Vielleicht brauchst du einfach nur mal eine Pause&#8220;</p>



<p>abgetan. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f644.png" alt="🙄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Leider kann man den meisten Menschen nicht von außen ansehen, dass die gerade</p>



<p>depressiv sind, zumal die meisten betroffenen mit dieser Erkrankung zu</p>



<p>grandiosen Schauspielern werden und in vielen Situationen gute Miene zu bösem</p>



<p>Spiel machen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3ad.png" alt="🎭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Ich selbst bekam die Diagnose 2019, suchte nach Hilfe bei Ärzten und Therapeuten</p>



<p>sowie Freunden. Es ist unwahrscheinlich wichtig, über seine Probleme zu sprechen</p>



<p>und diese auch eigenständig angehen zu wollen.</p>



<p>Daher rate ich euch: Solltet ihr das Gefühl haben, unter Depressionen zu leiden,</p>



<p>sprecht darüber mit guten Freunden, vertraut euch ihnen an und lasst euch</p>



<p>notfalls von Fachpersonal helfen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4aa-1f3fc.png" alt="💪🏼" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Denn: Nicht jedes Lächeln ist ein echtes Lächeln! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f643.png" alt="🙃" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Euer James</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
