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	<title>Feli &#8211; Anders? = Anders! e.V.</title>
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	<description>Don&#039;t Judge. - Just Ask.</description>
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	<title>Feli &#8211; Anders? = Anders! e.V.</title>
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		<title>Afroman und wie ein fast witziger Fall Amerika verändert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 18:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinungs-Montag]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die folgende, wiedergegebene Meinung ist eine persönliche Stellungnahme der genannten Person. Sie spiegelt nicht notwendigerweise die Ansichten, Werte oder Positionen des Vereins, seiner Organe oder seiner Mitglieder wider. Wenn man heute auf den Fall rund um Afroman blickt, wirkt das Ganze fast wie ein absurder Internetmoment – doch der Ausgangspunkt<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/news/afroman-und-wie-ein-fast-witziger-fall-amerika-veraendert/"> Weiterlesen</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Die folgende, wiedergegebene Meinung ist eine persönliche Stellungnahme der genannten Person. Sie spiegelt nicht notwendigerweise die Ansichten, Werte oder Positionen des Vereins, seiner Organe oder seiner Mitglieder wider.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man heute auf den Fall rund um Afroman blickt, wirkt das Ganze fast wie ein absurder Internetmoment – doch der Ausgangspunkt ist deutlich ernster. 2022 stürmten bewaffnete Polizeikräfte sein Haus in Ohio wegen schwerer Vorwürfe wie Entführung und Drogenhandel, die sich im Nachhinein als haltlos herausstellten. Gefunden wurde nichts außer seiner Familie und einem inzwischen fast symbolischen Lemon Pound Cake, zurück blieb jedoch ein erheblicher Schaden von rund 20.000 Dollar sowie ein Verhalten der Behörden, das laut Afroman nicht nur von Gleichgültigkeit, sondern auch von Spott geprägt war. Besonders brisant wird es danach: Statt Verantwortung für den angerichteten Schaden zu übernehmen oder auch nur ansatzweise bei den Reparaturen zu helfen, wurde die Situation komplett verdreht. Die Polizei richtet Schaden an, kümmert sich nicht darum – und stellt sich später selbst als Opfer dar, als Gegenwind kommt. Diese Täter-Opfer-Umkehr ist einer der zentralen Punkte in diesem Fall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Afromans Reaktion darauf ist dabei bemerkenswert zurückhaltend, gerade wenn man sie in den Kontext von Battle-Rap einordnet. Er nutzte Aufnahmen seiner Überwachungskameras und verarbeitete sie in Musikvideos, in denen er die beteiligten Beamten verspottet. Doch wer Battle-Rap kennt, weiß, dass das hier im Vergleich wirklich harmlos ist. Das bewegt sich eher im unteren Bereich dessen, was in diesem Genre üblich ist – weit entfernt von dem, was man als wirklich harte oder zerstörerische Disses bezeichnen würde. Und genau das macht es so interessant: Er hätte deutlich weiter gehen können. Er hätte die Beamten komplett zerlegen können – verbal oder auch juristisch. Denn realistisch betrachtet hätte er sie genauso gut verklagen können, bei 20.000 Dollar Schaden und einem offensichtlich unbegründeten Einsatz. Stattdessen entscheidet er sich für den wahrscheinlich mildesten Weg: Er macht sich darüber lustig, verarbeitet das Ganze künstlerisch und holt sich das verlorene Geld über Reichweite und Aufmerksamkeit zurück. Dass selbst das schon ausreicht, um eine Klage von Seiten der beteiligten Polizisten auszulösen, spricht für sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende entscheidet ein Gericht zugunsten von Afroman und erkennt klar an, dass seine Videos und Songs unter Meinungsfreiheit und künstlerischen Ausdruck fallen. Und genau hier bekommt der Fall eine größere Bedeutung, denn er steht exemplarisch für eine Entwicklung in den USA unter Donald Trump und seinem politischen Umfeld, in der Meinungsfreiheit zunehmend unter Druck gerät – gerade dann, wenn sie sich gegen staatliche Akteure richtet. In einem solchen Klima ist es alles andere als selbstverständlich, dass jemand nicht nur unbeschadet aus so einer Situation herauskommt, sondern sich auch noch öffentlich darüber lustig machen darf und damit durchkommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterm Strich ist das hier also weit mehr als nur ein viraler Moment: Ein schwarzer Künstler wird Ziel eines massiven Polizeieinsatzes, erleidet erheblichen Schaden, bekommt keinerlei Unterstützung – und dreht am Ende trotzdem den Spieß um. Nicht durch Eskalation, sondern durch Humor, Öffentlichkeit und Kontrolle über die eigene Geschichte. Und genau das ist die eigentliche Stärke dieses Falls.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">von Felix @feliderhase</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1728" height="2160" src="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig.jpg" alt="" class="wp-image-3614" srcset="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig.jpg 1728w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig-240x300.jpg 240w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig-819x1024.jpg 819w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig-768x960.jpg 768w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig-1229x1536.jpg 1229w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2026/03/Post_240326_richtig-1638x2048.jpg 1638w" sizes="(max-width: 1728px) 100vw, 1728px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Zwischen Wurzeln und Widerstandskraft – Ein Abend über Pflanzenpflege und seelische Gesundheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 17:11:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Lasst uns mit Markus beginnen. Markus spricht nicht einfach über „Blumenerde“. Er spricht über Substrate. Über Strukturstabilität. Über Luftporen. Über Wasserhaltevermögen. Über pH-Werte und Nährstoffverfügbarkeit. Und er sagt einen Satz, der hängen bleibt: „Eine Pflanze wächst nur so gut, wie der Boden es zulässt.“ Wenn das Substrat zu dicht<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/news/zwischen-wurzeln-und-widerstandskraft-ein-abend-ueber-pflanzenpflege-und-seelische-gesundheit/"> Weiterlesen</a>]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns mit Markus beginnen. Markus spricht nicht einfach über „Blumenerde“. Er spricht über Substrate. Über Strukturstabilität. Über Luftporen. Über Wasserhaltevermögen. Über pH-Werte und Nährstoffverfügbarkeit. Und er sagt einen Satz, der hängen bleibt: „Eine Pflanze wächst nur so gut, wie der Boden es zulässt.“ Wenn das Substrat zu dicht ist, bekommen die Wurzeln keinen Sauerstoff. Wenn es zu locker ist, trocknet alles aus. Wenn Nährstoffe fehlen, bleibt Wachstum aus. Die Pflanze kann sich noch so sehr „anstrengen“ – wenn die Grundlage nicht passt, wird es schwierig. Warum starten wir damit? Weil genau hier der Kern dessen liegt, warum wir uns überhaupt mit Pflanzen beschäftigen – gerade auch im Zusammenhang mit Depression. Warum wir das machen Wenn du selbst betroffen bist oder Menschen begleitest, weißt du: Depression bedeutet oft Energielosigkeit. Antriebsschwäche. Das Gefühl, nichts zu bewirken. Man steht morgens auf – und alles wirkt schwer. Und dann steht da eine Pflanze. Keine Erwartungen. Kein Urteil. Kein sozialer Druck. Nur klare Bedürfnisse: Licht. Wasser. Ein geeigneter Boden. Wenn wir uns um eine Pflanze kümmern, tun wir etwas Konkretes. Wir prüfen die Erde. Wir gießen. Wir drehen den Topf ins Licht. Vielleicht lockern wir das Substrat. Das sind überschaubare Handlungen. Kleine Schritte. Und sie haben sichtbare Folgen. Ein neues Blatt entsteht nicht durch Motivation. Es entsteht durch passende Bedingungen. Hege statt Überforderung Uns ist wichtig: Es geht nicht um Quantität. Nicht um zwanzig Pflanzen. Nicht um einen perfekten Urban Jungle. Nicht um Leistung in Grün. Es geht um Hege. Hege heißt: sich regelmäßig und ruhig kümmern. Eine Verantwortung übernehmen, die tragbar bleibt. Eine oder zwei robuste Pflanzen reichen völlig. Wenn du ohnehin wenig Energie hast, kann schon eine kleine Aufgabe viel sein. Deshalb reduzieren wir bewusst. Wir schaffen einen Rahmen, der stärkt – nicht überfordert. Wirksamkeit erleben Depression verzerrt oft das Gefühl für die eigene Wirksamkeit. Alles scheint folgenlos. Sinnlos. Schwer. Pflanzen reagieren. Nicht sofort. Nicht spektakulär. Aber klar. Ein neues Blatt. Ein kräftigerer Trieb. Vielleicht eine Blüte. Diese Rückmeldungen sind biologisch. Sie bewerten dich nicht. Sie zeigen lediglich: Deine Handlung hatte eine Wirkung. Für uns ist das ein Übungsfeld. Ein Raum, in dem Entwicklung sichtbar wird – ohne Druck. Und wenn etwas schiefgeht? Manchmal geht eine Pflanze ein. Dann schauen wir hin. War das Substrat geeignet? War die Drainage ausreichend? Wurde zu viel gegossen – oder zu wenig? Wir suchen Ursachen in den Bedingungen, nicht in persönlichem Versagen. Genau hier schließt sich der Kreis zu Markus: Der Boden entscheidet viel. Rahmenbedingungen sind entscheidend – für Pflanzen wie für uns. Was wir daraus mitnehmen Wir behaupten nicht, dass Pflanzen Depression heilen. Das wäre fachlich falsch. Depression ist eine ernsthafte Erkrankung und gehört – wenn nötig – in professionelle Hände. Aber wir erleben immer wieder: Sich um etwas Lebendiges zu kümmern, kann Struktur geben. Kleine, wiederholbare Handlungen können stabilisieren. Wachstum kann Hoffnung vermitteln – leise und ohne Pathos. Und vielleicht erkennen wir dabei auch etwas über uns selbst: Entwicklung hängt stark von den Bedingungen ab. Eine kleine Grünzeuch-Geschichte Vor einiger Zeit sagte jemand in der Runde: „Ich dachte, ich bekomme nichts hin. Jetzt weiß ich: Meine Pflanze stand einfach im falschen Substrat.“ Wir haben gelacht. Aber der Gedanke blieb. Manchmal müssen wir nicht uns selbst komplett infrage stellen. Manchmal reicht es, den Boden zu überprüfen.</p>
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		<title>Wo Wahrheit verhandelbar wird, ist Gerechtigkeit in Gefahr.</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/news/wo-wahrheit-verhandelbar-wird-ist-gerechtigkeit-in-gefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 19:12:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinungs-Montag]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ trägt der Kaiser nichts.Doch alle nicken, lächeln und sagen: Wie schön er in dem feingewebten Zwirn aussähe! Nicht, weil es stimmt, sondern weil am Hofe des Kaisers, der viel Wert auf feinste Kleidung legt, zwei Weber erschienen waren, die behaupteten, sie könnten dem Kaiser<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/news/wo-wahrheit-verhandelbar-wird-ist-gerechtigkeit-in-gefahr/"> Weiterlesen</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><br>Im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ trägt der Kaiser nichts.<br>Doch alle nicken, lächeln und sagen: Wie schön er in dem feingewebten Zwirn aussähe!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, weil es stimmt, sondern weil am Hofe des Kaisers, der viel Wert auf feinste Kleidung legt, zwei Weber erschienen waren, die behaupteten, sie könnten dem Kaiser ganz einzigartige Kleider anfertigen, die nicht nur prachtvoll aussähen. Diese Kleidung hätte die Besonderheit, dass nur schlaue Leute sie sehen könnten – nur Menschen, die für ihr Amt taugten, weswegen der Kaiser sofort den Auftrag erteilte, dass diese Weber mit ihrer vortrefflichen Arbeit loslegen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und obwohl der Kaiser nackt war, nachdem er die Kleidung angezogen hatte, wollte niemand als dumm gelten und sprach ihm nach dem Munde, wie unendlich schön er sei in seiner neuen Kleidung. Keine Person wollte ihren Posten verlieren. Obwohl sie einen nackten Kaiser vor sich hatten, lügten sie, was das Zeug hielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oft ging es dir so?<br>Jemand macht dir bewusst ein X für ein U vor …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lüge ist nicht laut.<br>Sie ist leiser – ja, flüstert schon fast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sagt nicht: „Das ist falsch.“<br>Sondern: „So einfach ist es nicht.“<br>„Es gibt viele Perspektiven.“<br>„Wir werden das beobachten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">So werden Fakten und Schuld verschoben – da wird die Wahrheit unendlich gedehnt, bis sie denen dient, die davon profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kennst die Wahrheit – siehst sie.<br>Orientierst dich an Fakten, an dem, was du erkennst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie verhältst du dich?<br>Widersprichst du?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder ist deine Reaktion abhängig von deinem Umfeld – deiner Familie, Freundinnen und Freunden, deiner Arbeit oder so vielem anderen?<br>Schaust du weg, weil die anderen wegschauen?<br>Ist es bequemer, ruhiger in deinem Leben, wenn du nichts sagst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Situation fällt dir gerade jetzt ein, in der du die Wahrheit nicht benannt hast?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende der Geschichte ist es ein Kind, das sagt, dass der Kaiser nackt ist – ein Kind, das nur ausspricht, was es sieht.<br>Es spricht eine Sprache, die nicht verdeckt. Punkt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im echten Leben stehen Menschen vor anderen, die ihre Taten, ihr verursachtes Leid vertuschen oder umformen.<br>Bis aus Leid eine Meinung wird.<br>Bis aus Unrecht eine Frage wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist nicht mehr klar, was wirklich passiert ist.<br>Nur noch, wie darüber gesprochen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau dort beginnt die Gefahr für alles, was wir Demokratie nennen.<br>Denn Demokratie lebt nicht davon, dass alle dasselbe denken.<br>Sondern davon, dass gesagt werden darf, was ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir eine Zukunft wollen, die das Wort Demokratie verdient, müssen wir uns eine Stimme bewahren.<br>Die einfache.<br>Die klare.<br>Die unbequeme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Gewalt geschieht, muss sie Gewalt heißen.<br>Nicht „Konflikt“,<br>nicht „Eskalation“,<br>nicht „schwierige Gemengelage“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Unrecht geschieht, muss es Unrecht heißen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratie braucht keine perfekte Sprache.<br>Sie braucht ehrliche Benennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Medien und Öffentlichkeit diese Klarheit nicht fürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn oft beginnt Gerechtigkeit genau dort, wo jemand sagt, was geschieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dich unser Meinungs-Montag inspiriert hat, dann steh auf und sag, was ist.<br>Nicht laut, nicht aggressiv – sondern klar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verteidigt die Wahrheit, indem ihr sie aussprecht.<br>Immer wieder.<br>Auch wenn es unbequem ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt friedlich.<br>Denn nichts fürchten Autoritäten mehr als Menschen, die sich nicht provozieren lassen und trotzdem nicht schweigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein friedlicher Aufstand beginnt dort, wo viele aufhören mitzunicken und anfangen zu benennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrheit braucht keine Gewalt.<br>Sie braucht Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Don’t judge – just ask<br>Spread LOVE</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eure Pridecess</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Superman (2025) ist nicht nur der Superman, den wir heutzutage brauchen, sondern auch der Film, den wir uns alle angucken sollten.“</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/news/superman-2025-ist-nicht-nur-der-superman-den-wir-heutzutage-brauchen-sondern-auch-der-film-den-wir-uns-alle-angucken-sollten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 17:43:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Hi, ich bin Felix und ich schreibe hier und heute meine erste Filmrezension. Ich bin 23 Jahre alt und liebe alles Nerdige, seit ich ein kleiner Piefke war. Ich lebte dadurch auch in der goldenen Zeit des modernen Superheldenkinos. Die Anfänge des MCUs, die Christopher-Nolan-Batmanfilme etc. waren genau in der<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/news/superman-2025-ist-nicht-nur-der-superman-den-wir-heutzutage-brauchen-sondern-auch-der-film-den-wir-uns-alle-angucken-sollten/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hi, ich bin Felix und ich schreibe hier und heute meine erste Filmrezension. Ich bin 23 Jahre alt und liebe alles Nerdige, seit ich ein kleiner Piefke war. Ich lebte dadurch auch in der goldenen Zeit des modernen Superheldenkinos. Die Anfänge des MCUs, die Christopher-Nolan-Batmanfilme etc. waren genau in der Zeit populär und neu, als ich als männlich sozialisierter Mensch besonders empfänglich für diese Geschichten war. Ich entdeckte meine Liebe zu Spider-Man, den Fantastic Four und wie sie alle hießen. Doch es gab immer einen Superhelden, den ich besonders langweilig fand: Superman. Als Kind habe ich immer gesagt, wie langweilig Supermangeschichten seien, da Superman ja eh quasi unbesiegbar sei (ich habe zu diesem Zeitpunkt und auch bis jetzt wenig bis keine Comics von DC und Marvel groß konsumiert).</p>



<p class="wp-block-paragraph">2013, als ich 12 wurde, kam der von Zack Snyder gemachte Superman in die Kinos. Die erwachsenere, düstere Variante des Charakters. Und weil ich 12 war, habe ich den Film cool gefunden, aber er hatte nicht den Einfluss auf mich, wie es das MCU hatte. Die darauffolgenden Filme von Snyder mit Superman sorgten dafür, dass ich den Charakter komplett für mich abschrieb. Doch über die Jahre entdeckte ich auch einige Filmkritiker, die immer wieder davon redeten, dass Snyder Superman falsch verstehen würde. Und – das ist das Wichtigste – dass Superman ein total interessanter Charakter sei. Unglaubwürdigere Aussagen hätten Cosmonaut Variety Hour und Co. kaum für den damals 17-jährigen Felix bringen können. Doch der 23-jährige Felix muss klein beigeben: Superman kann ein fantastischer Charakter sein!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Positive:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Superman (2025) ist ein Hoffnungsträger – sowohl im Film als auch in der düsteren Realität für DC. Ich möchte gerne erst mit dem Positiven anfangen, und das geht bei unserem Hauptcharakter direkt los. Clark Kent/Superman ist endlich nicht mehr ein „Was wäre, wenn Superman, aber düster“-Charakter. Diese Charakterzeichnung kann funktionieren – siehe Homelander, Omni-Man etc. – aber es ist auch endlich mal erfrischend, wieder zurück zum klassischen (so habe ich gelernt) guten Superman zurückzukehren und ihn endlich wieder menschlich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Superman wird so oft besiegt – egal ob verbal oder physisch – aber er steht immer wieder auf. Und, das muss man lobend im aktuellen politischen Klima Amerikas erwähnen: Er ist keine Propaganda-Maschine der amerikanischen Regierung. Er tut, was er persönlich für richtig hält: Gutes zu tun. Und das überschreitet sogar Ländergrenzen. Er ist warmherzig und sieht seine Stärke nur als Mittel, so vielen wie möglich zu helfen. Es ist so schön, ein so positives Beispiel an Männlichkeit auf der großen Leinwand zu sehen. Denn wem nützt Stärke, wenn du sie nicht für das Richtige einsetzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch, dass Superman Schwäche zeigt und sich seiner – ironischerweise – Menschlichkeit bewusst ist, ist schön mit anzusehen. Er wird von der Menschheit so oft enttäuscht, aber gibt die Menschen dennoch nicht auf. Er glaubt immer an das Gute im Menschen – sogar bei Menschen, die scheinbar nichts Gutes an sich haben. Selbst die ermordet er nicht, obwohl er dies mit Leichtigkeit könnte – sogar ohne wirkliche Konsequenzen. Er warnt sie, dass er sie aufhalten würde, sollten sie ihre Missetaten fortführen. Und trotzdem sucht er immer den Weg mit den wenigsten Verletzten/Toten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Charakter hat mich nicht nur von der Post-Mortem-Depression meines Hundetodes geheilt, er hat mich inspiriert, immer zu versuchen, ein besserer Mensch zu werden. David Corenswet ist mein Superman!</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Doch Licht funktioniert nur wirklich gut mit Schatten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und der Schatten, der uns in diesem Film geboten wurde, könnte Oscar-Kandidat werden. Lex Luthor ist schon wieder der Antagonist – und so groß meine Zweifel auch vorher waren: OMG, ist dieser Luthor fantastisch. Erwartet keinen grauen Bösewicht, den man gut verstehen kann. Dieser Luthor ist böse, weil er böse ist. Die einzige Motivation, die ihn treibt, ist: Neid! Keine tragische Backstory, nur stumpfer Hass. Das klingt vielleicht negativ, ist es aber nicht. Denn dieser Luthor ist die Antithese zu Supermans innigster Überzeugung, dass immer etwas Gutes im Menschen ist. Er funktioniert perfekt in seiner Rolle – ganz abgesehen vom grandiosen, oscarwürdigem Acting. Hut ab, Nicholas Hoult.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lois Lane</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lois ist eine kompetente, intelligente Journalistin, die auch Superman hinterfragt. Sie hat einen großen Teil der Screentime, und ich mochte alles daran. Sie harmoniert sehr gut mit den Nebencharakteren, und ohne sie wäre Superman verloren in dieser Geschichte. Sie war mehr als nur ein Sidekick – sie war ein wichtiger Teil der Helden. Selbst ohne Laserblick und Superkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lois Lane und Clark sind in diesem Film an einem seltsamen Punkt in ihrer Beziehung – denn es ist jetzt der Punkt, wo es ernst wird. Und beide Parteien gehen sehr unterschiedlich damit um. Dennoch haben die beiden eine fantastische Chemie. Clark als der an das Gute glaubende Idealist und Lois als alles hinterfragende Journalistin funktionieren fantastisch zusammen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Krypto</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Krypto hat eine größere Rolle gespielt, als ich erwartet hatte. DANKE!!! Was ein guter Junge, oder nicht? Ohne groß zu spoilern: Der auf James Gunns Hund Ozu basierende Superhund hat mein Herz gestohlen, und hoffentlich kommt er noch oft im DCU vor. Was ein toller Charakter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Nebencharaktere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommen jetzt viele positive Dinge, jedoch auch ein negativer Punkt – den man sich auch schönreden kann, hehe. Die Nebencharaktere waren wirklich gut und machen Lust auf neues Material aus der DC-Fabrik. Die Justice Gang war extrem lustig anzuschauen. Nathan Fillion als Guy Gardner zu beobachten war einfach zu lustig. Er bringt diese Pseudo-Badboy-Nummer sehr überzeugend rüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mr. Terrific war – wie Trump sagen würde – terrific. Klug, moralisch, intelligent und einfach verdammt cool. Ich freue mich für Edi Gathegi, dass er endlich einen coolen Superhelden spielen darf, der</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>SPOILER</summary>
<p class="wp-block-paragraph">endlich nicht stirbt!</p>
</details>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hawkgirl war auch extrem cool, hatte aber meiner Meinung nach noch etwas zu wenig Screentime, um mehr als das zu sagen. Aber was ich schon gesehen habe, macht mich freudig, mehr von Isabela Merced zu sehen. Jimmy Olsen war auch sehr witzig und hilfreich in der Geschichte – auch hier hätte ich mir mehr Screentime mit Clark gewünscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das ist auch der rote Faden, der sich durch viele Nebencharaktere zieht: Ich hätte gerne mehr von ihnen gesehen. Denn sie waren alle sehr gut. Also letztendlich ist mein Kritikpunkt, dass sie so gut waren, dass ich mehr von ihnen haben will. Das ist doch also nur ein halber Kritikpunkt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde mich in dieser Rezension nicht auf Clarks Eltern beziehen, da ich diese Review so spoilerarm wie möglich halten möchte. Guckt den Film, hehe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">James Gunn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">James Gunn ist ein Filmregisseur, den ich im Superheldenkino sehr verehre. Er hat die – meiner Meinung nach – stimmigste Filmtrilogie des MCU gemacht und den besseren Suicide Squad-Film. Er ist ein großer Grund, warum ich diesen Film überhaupt sehen wollte. Und er hat meiner Meinung nach definitiv abgeliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Stil sollte eigentlich nicht mit Superman passen – tut er aber. Er hat ein Werk geschaffen, das inspiriert, heilt und Hoffnung macht. Denn seine Version vom Man of Steel ist eben nicht der „Mann ohne Gefühle, der für alles immer eine Lösung hat“, sondern er sieht Superman als das, was sein zweiter Titel sagt: Das Symbol der Hoffnung! Und das macht diesen Film besonders. Ich bin sehr froh, dass er der Direktor des DCU ist. Ich mag seine Herangehensweise, dass nicht jeder DC-Film das gleiche Genre haben soll – eine Sache, die ich beim MCU manchmal als störend empfand, jedoch sehr positiv von Thunderbolts überrascht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, sein Superman macht nicht nur Laune auf die nächsten Filme, sondern gibt auch Hoffnung, dass DC nach der Snyderverse-Katastrophe die Kurve kratzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Negative</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Review war bis jetzt sehr positiv, und man könnte meinen, ich sei bezahlt worden (wurde ich nicht!). Es gab auch Dinge, die ich nicht mochte. Ich fand tatsächlich das Reinkommen in den Film schwierig. Der Anfang ist etwas weird und man hat so das Gefühl: „Oh Mann, worauf hab ich mich da eingelassen?“ Das verfliegt zwar, hält sich aber doch bestimmt für ca. 20 Minuten. Es ist schwierig für mich zu beschreiben, weil es halt ein Gefühl ist – vielleicht ist dieses Phänomen ähnlich wie das Einsteigen in eine Achterbahn: ein anfänglich mulmiges Gefühl, das sich aber total lohnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem finde ich die Kritik, dass sich Superman wie ein Nachfolgefilm anfühlt, auch berechtigt. Ich denke, niemand muss erklärt bekommen, wie Superman auf die Erde kam – aber es wird trotzdem sehr viel Vorwissen vorausgesetzt. Das ist vielleicht etwas abschreckend für viele, die nicht so nerdig sind wie ich, hehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das war’s, um fair zu sein. Natürlich gab es auch ein paar Witze, die für mich nicht gezündet haben, aber dennoch haben die meisten funktioniert. Ich verstehe aber, wenn das nicht für alle zutrifft. Geschmäcker sind unterschiedlich!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kontroverse und Super“woke“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Start: Was heißt eigentlich „woke“?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragen wir das Netz:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff „woke“ stammt ursprünglich aus der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung Amerikas. Er bedeutet sinngemäß „wach“ oder „erwacht“ – im Sinne eines Bewusstseins für soziale Ungerechtigkeiten, Diskriminierung und strukturelle Ungleichheit. Wer „woke“ ist, achtet also auf gesellschaftliche Missstände und setzt sich für Gleichberechtigung ein – sei es in Bezug auf Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität oder Herkunft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren wurde „woke“ von rechten und konservativen Stimmen zunehmend als Schimpfwort verwendet – oft als Kampfbegriff gegen alles, was von traditionellen Normen abweicht oder bestehende Machtverhältnisse infrage stellt. Dabei verkennt diese Kritik den ursprünglichen, positiven Kern des Begriffs: Empathie, Gerechtigkeitssinn und gesellschaftliche Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und gerade diese Werte sind doch das, wofür Superman stehen sollte. Und – so habe ich herausgefunden – das hat er schon immer getan. Es ist nichts Neues. Superman hat sich immer für die Schwachen stark gemacht – das ist sein Appeal. Und das war auch der Grund, weshalb mich dieser Film zum Superman-Fan gemacht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die nicht so subtilen, wenigen politischen Messages waren genau auf diesen Werten aufgebaut – und waren komplett im Charakter für Gunns Superman.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Fazit: 9/10</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Superman (2025) hat mich zu einem seltsamen Zeitpunkt in meinem Leben gefunden. Meine Hündin Lotte ist vor Kurzem verstorben, mir ging es mental eh nicht gut. Dieser Film hat mir aus einem Loch geholfen, weil er so viel Hoffnung spendet und in diesen Zeiten zeigt: Wie schön wäre es, einen echten Superman zu haben!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Humor, Message und Casting haben einfach gestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke, James Gunn, dass du Nettigkeit cool gemacht hast. Denn wenn Superman „woke“ ist in diesem Film, dann wäre ich sehr gerne woke.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center">Maybe kindness really is the new punk rock!</h1>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich hab einfach aufgegeben – oder vielleicht überlebt&#8220; – Marios Mobbinggeschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 16:17:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Fatphobia,Mobbing Ich heiße Mario. Aber in meiner Klasse hieß ich nie so. Ich hieß „Fettsack“, „Moppel“, „Kübel“, „Plattwalze“ – je nachdem, wie kreativ sie gerade waren. Die Sprüche fingen irgendwann in der sechsten Klasse an, als die Körper sich veränderten – nur meiner eben nicht „richtig“. Die anderen wurden<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/news/ich-hab-einfach-aufgegeben-oder-vielleicht-ueberlebt-marios-mobbinggeschichte/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><br>Triggerwarnung: Fatphobia,Mobbing</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich heiße Mario. Aber in meiner Klasse hieß ich nie so. Ich hieß „Fettsack“, „Moppel“, „Kübel“, „Plattwalze“ – je nachdem, wie kreativ sie gerade waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sprüche fingen irgendwann in der sechsten Klasse an, als die Körper sich veränderten – nur meiner eben nicht „richtig“. Die anderen wurden größer, trainierter, sportlicher. Ich blieb weich, rund, schwerfällig. Ich war der, der beim Staffellauf zuletzt kam, der bei Gruppenarbeiten übrig blieb, der beim Klettern am Seil nicht mal den halben Meter schaffte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst waren es Witze. Dann wurde es zum Sport. Mobbing als Schulalltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie riefen mir Beleidigungen hinterher, traten mir im Vorbeigehen gegen den Ranzen, fotografierten mich beim Umziehen. Und ich? Ich wurde still. Ich fraß es in mich rein – alles: den Schmerz, die Wut, die Scham.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fing an zu fehlen. Mal ein Tag, dann zwei, dann eine Woche. Ich lag im Bett und starrte die Decke an. Manchmal stellte ich mir vor, wie es wäre, wenn ich einfach nicht mehr da wäre. Aber ich hatte nicht mal die Kraft, das zu Ende zu denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Noten rutschten ab. Lehrer fragten, was los sei. Ich sagte: „Nichts.“ Die Schulsozialarbeiterin versuchte, mit mir zu reden. Ich nickte nur. Es war zu spät. Ich hatte längst innerlich gekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der neunten Klasse hab ich endgültig aufgegeben. Ich ging kaum noch hin. Irgendwann sagte mein Vater: „Mario, das geht so nicht weiter. Du brauchst eine Perspektive.“ Ich sagte: „Schule ist keine für mich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab die Schule abgebrochen. Kein Abschluss, kein Abiball, kein „Wir halten zusammen“ wie in Filmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fing eine Ausbildung an – in einer kleinen Werkstatt, die Fahrräder repariert. Mein Chef sagt nicht viel, aber er schreit auch nicht. Die Leute dort lachen nicht über mich. Sie schauen mich an, wie jeden anderen. Es ist still dort. Ich mag das.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal sehe ich in der Bahn noch Leute von früher. Sie erkennen mich nicht. Oder tun so. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab nicht gewonnen. Ich hab auch nicht ganz verloren. Ich hab einfach aufgehört zu kämpfen, weil mich niemand verteidigt hat. Nicht mal ich selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich steh wieder auf, jeden Morgen. Ich geh zur Arbeit. Ich lerne was. Ich bin nicht glücklich – noch nicht. Aber ich bin draußen. Raus aus der Hölle. Und vielleicht ist das fürs Erste genug.</p>
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		<title>Lenas Mobbinggeschichte Part 2 – Endlich Ich!</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/lenas-mobbinggeschichte-part-2-endlich-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 16:02:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Mobbing, Gewalt Ich dachte, sobald ich wusste, wer ich wirklich bin, würde alles einfacher werden. Ich irrte mich. Nachdem ich meiner Therapeutin erzählt hatte, dass ich Lena bin – nicht ein Junge – fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben frei. Sie hörte mir zu, wirklich zu.<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/lenas-mobbinggeschichte-part-2-endlich-ich/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Triggerwarnung: Mobbing, Gewalt</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich dachte, sobald ich wusste, wer ich wirklich bin, würde alles einfacher werden. Ich irrte mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem ich meiner Therapeutin erzählt hatte, dass ich Lena bin – nicht ein Junge – fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben frei. Sie hörte mir zu, wirklich zu. Sagte nicht „aber du warst doch ein Junge“ oder „das geht vorbei“. Sie fragte: Wie kann ich dir helfen, du selbst zu sein?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begann, zuhause langsam darüber zu sprechen. Meine Eltern waren erst still. Mein Vater weinte nicht, aber ich sah, wie er schluckte. Meine Mutter fragte tausend Fragen, alle durcheinander. Es war nicht einfach. Aber sie versuchten, es zu verstehen. Ich glaube, das war das Wichtigste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schule war es anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich traute mich zuerst nur mit einer engen Freundin zu sprechen. Sie nahm mich in den Arm und sagte: „Okay, Lena. Schön, dass du da bist.“ Das gab mir Mut. Ich sagte meiner Klassenlehrerin Bescheid. Sie war verständnisvoll – aber überfordert. Und weil sie überfordert war, sprach sie mit anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ihr kennt es selbst, Gossip verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Schon nach 2 Tagen wusste es die halbe Klasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bist du jetzt ein Mädchen oder was?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ey, *Deadname* trägt jetzt Zöpfe – wie peinlich ist das denn?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Willst du etwa bei uns in die Mädchentoilette? Träum weiter.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lachen. Tuscheln. Blicke. Stille, wenn ich den Raum betrat. Und dann der Tag, an dem ich im Sportunterricht war und jemand laut rief: „Guckt mal, *Deadname* hat keine Titten, wie soll der nen Mädchen sein!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich rannte raus. Ich lief einfach nur. Ich weiß nicht wohin. Ich wollte nur weg. Weg von allem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Lehrerin sprach danach mit der Klasse. Es half nichts. Die Jungs mieden mich, die Mädchen waren unsicher, wo ich hingehörte. Ich gehörte nirgends hin. Wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde krankgeschrieben. Die Therapeutin sprach mit meinen Eltern. „Lena braucht einen geschützten Raum. Einen echten Neuanfang.“ Ich wollte das nicht. Ich wollte nicht schon wieder wechseln. Ich wollte einfach, dass sie mich in Ruhe lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich konnte nicht mehr atmen dort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also wechselte ich die Schule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der neuen Schule kannte mich niemand. Ich stellte mich direkt als Lena vor. Sie wussten nichts von meinem Deadname. Ich hatte neue Kleidung, einen neuen Rucksack, einen neuen Namen in der Klassenliste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich einfach sein. Nicht erklären, nicht rechtfertigen. Ich war einfach ein Mädchen unter vielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alles war perfekt. Es gibt Blicke, es gibt Fragen. Aber es gibt auch Respekt. Und eine Mitschülerin, die irgendwann einfach fragte: „Hast du Lust, mit in die Stadt zu kommen? Wir kaufen Sommerkleider.“ Ich war so glücklich, dass ich fast weinte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin noch nicht am Ziel. Ich bin mitten auf dem Weg. Ich kämpfe mit Ängsten, mit Papierkram, mit Blicken in der Bahn. Aber ich kämpfe nicht mehr allein. Und ich bin endlich ein Mädchen. Ich bin endlich Ich!</p>
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		<title>&#8222;Ich wollte einfach nur ich sein&#8220; – Lenas Mobbinggeschichte</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-nur-ich-sein-lenas-mobbinggeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 16:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Mobbing, Hänseleien Früher war alles einfacher. Im Kindergarten war ich einfach ich. Ich liebte es, mich zu verkleiden – am liebsten als Prinzessin oder Fee. Ich mochte die bunten Kleider, die glitzernden Schuhe, die Schminke aus dem Bastelschrank. Niemand sagte mir, dass das falsch war. Die Erzieherinnen lachten, sagten:<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-nur-ich-sein-lenas-mobbinggeschichte/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Triggerwarnung: Mobbing, Hänseleien</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher war alles einfacher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kindergarten war ich einfach ich. Ich liebte es, mich zu verkleiden – am liebsten als Prinzessin oder Fee. Ich mochte die bunten Kleider, die glitzernden Schuhe, die Schminke aus dem Bastelschrank. Niemand sagte mir, dass das falsch war. Die Erzieherinnen lachten, sagten: „Na, unsere kleine Glitzerfee ist heute wieder unterwegs.“ Ich fühlte mich gesehen. Nicht hinterfragt. Einfach echt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals hatte ich noch meinen Deadname. Alle sagten, ich sei ein Junge. Ich verstand das irgendwie, aber es fühlte sich nie ganz richtig an. Nicht falsch, wie ein böser Irrtum – eher wie ein zu enges Hemd. Ein Name, der nicht zu mir passte. Ich wusste nicht, wie ich es beschreiben sollte. Ich hatte ja keine Worte dafür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schule wurde es anders. Da war plötzlich alles geteilt. Jungen da, Mädchen hier. Jungen spielen Fußball, Mädchen malen. Jungen tragen Hosen, Mädchen Röcke. Es gab keine glitzernden Feen mehr, nur Fußballkarten und Dinohefte. Ich passte nicht rein. Ich wollte nicht in dieser Jungen-Reihe stehen, in der Sportumkleide, in der Jungs-Gruppe für das Projekt. Ich war dort fehl am Platz, wie ein Puzzlestück in der falschen Schachtel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich versuchte mitzuhalten. Ich spielte mit, lachte mit, sprach tief, lief schnell. Aber es fühlte sich hohl an. Wie Theater ohne Text. Und es machte mich müde. So müde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich allein war, stellte ich mir vor, ich wäre einfach ein Mädchen. Nicht, weil ich es &#8222;spielen&#8220; wollte. Sondern weil ich es war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schrieb verschiedenste Mädchennamen in mein Tagebuch, malte kleine Figuren mit langen Haaren, mit meinem Gesicht. Es war mein Geheimnis. Mein sicherer Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Geheimnisse werden schwer, wenn sie zu lange allein getragen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der vierten Klasse fragte mich ein Junge, warum ich „so komisch“ rede. Warum ich nicht mit den anderen kämpfe oder rangel. Ich zuckte nur mit den Schultern. Irgendwann fingen sie an zu lachen, wenn ich sprach. &#8222;Mädchenstimme&#8220;, sagten sie. Ich redete immer weniger. Ich zog mich zurück. Im Spiegel begann ich, mich selbst nicht mehr zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte weinen, aber ich wusste nicht wofür. Ich wusste ja selbst nicht, was mit mir los war. Ich hatte kein Wort für das, was ich fühlte. Nur dieses leise Wissen in mir: Das bin ich nicht. Aber ich bin auch nicht das, was sie erwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst mit elf Jahren hörte ich zum ersten Mal das Wort „trans“. Es war in einem Video, das ich zufällig sah. Ein Mädchen sagte: „Ich bin im Körper eines Jungen geboren, aber ich bin ein Mädchen.“ Ich saß stundenlang da, das Handy in der Hand, und weinte. Weil ich zum ersten Mal das Gefühl hatte: Da ist jemand wie ich. Ich bin nicht allein. Ich bin nicht kaputt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin ein Mädchen, das war mir ab da vollends klar. Ich bin trans und ich heiße Lena. Auch wenn ich da noch einen schweren Weg vor mir hatte.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hubis Mobbinggeschichte- Die Stimme meines Mutes</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/hubis-mobbinggeschichte-die-stimme-meines-mutes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 16:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Gewalt, Mobbing Ich war schon als Kind irgendwie anders. Nicht schlechter. Nicht weniger. Einfach anders. Ich habe das Klinefelter-Syndrom (XXY) . Eine genetische Besonderheit, die dafür sorgte, dass mein Körper sich anders entwickelte als der meiner Mitschüler. Während die anderen Jungen in den Stimmbruch kamen, blieb meine Stimme hoch.<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/hubis-mobbinggeschichte-die-stimme-meines-mutes/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Triggerwarnung: Gewalt, Mobbing</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war schon als Kind irgendwie anders. Nicht schlechter. Nicht weniger. Einfach anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Klinefelter-Syndrom (XXY) . Eine genetische Besonderheit, die dafür sorgte, dass mein Körper sich anders entwickelte als der meiner Mitschüler. Während die anderen Jungen in den Stimmbruch kamen, blieb meine Stimme hoch. Bis ich 14 war, klang ich wie ein Mädchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wäre das nicht schon genug gewesen, hatte ich auch Asthma. Für die anderen Kinder war das eine perfekte Angriffsfläche. Sie rotteten sich zusammen, um mich zu verspotten. Sie äfften meine Stimme nach, riefen mir auf dem Schulhof Beleidigungen hinterher, lachten mich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich? Ich konnte kaum etwas dagegen tun. Es traf mich mitten ins Herz. Und wenn ich mich zu sehr aufregte – wenn all der Spott zu viel wurde, die Angst, die Wut, die Hilflosigkeit – bekam ich einen Asthmaanfall. Ich rang nach Luft, fühlte, wie mir alles zu eng wurde. Und trotzdem hörte das Mobbing nicht auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weinte oft – aber immer heimlich. Ich wollte nicht, dass jemand sah, wie sehr es mich verletzte. Ich wollte stark wirken, obwohl ich mich innerlich oft so schwach fühlte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber etwas in mir weigerte sich aufzugeben. Ich habe gelernt, meine Andersartigkeit nicht länger als Makel zu sehen. Meine Stimme, mein Körper, mein Weg – sie waren nicht falsch. Sie waren einfach ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 18 zog ich in eine neue Stadt. Niemand kannte meine Geschichte. Niemand wusste, was ich durchgemacht hatte. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich wirklich frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich konnte neu anfangen. Ich war einfach ich – nicht der Außenseiter, nicht der mit der „Mädchenstimme“, nicht der mit dem Asthma. Einfach ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später bekam ich von Freunden den Spitznamen „Hubi“. Zum ersten Mal war ein Spitzname ein Zeichen von Zugehörigkeit, nicht von Spott.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Ich wollte einfach verschwinden&#8220; – Laras Geschichte</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-verschwinden-laras-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 16:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Mobbing/Suizidalität Ich war nie besonders laut. Ich war die, die hinten saß, gute Noten schrieb, sich nicht einmischte. Ich mochte Schule – oder zumindest störte sie mich nicht. Bis zur Oberstufe. Bis zu diesem einen Lehrer. Herr B. war mein neuer Mathelehrer. Schon am ersten Tag hatte ich das<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/ich-wollte-einfach-verschwinden-laras-geschichte/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Triggerwarnung: Mobbing/Suizidalität</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war nie besonders laut. Ich war die, die hinten saß, gute Noten schrieb, sich nicht einmischte. Ich mochte Schule – oder zumindest störte sie mich nicht. Bis zur Oberstufe. Bis zu diesem einen Lehrer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herr B. war mein neuer Mathelehrer. Schon am ersten Tag hatte ich das Gefühl, dass er mich nicht mochte. Ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht, weil ich zögerlich war, weil ich nicht sofort alles verstand. Beim ersten Mal dachte ich noch, ich hätte mich verhört. „Du bist wirklich schlecht in Mathe“, sagte er, als ich die falsche Antwort gegeben hatte. „So wirst du niemals dein Abitur bestehen.“ Die Klasse lachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lachte nicht. Ich fühlte, wie mein Gesicht heiß wurde, wie mein Herz raste. Ich wollte im Boden versinken. Doch das war nur der Anfang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es passierte immer wieder. Er stellte mich bloß, rollte die Augen, ließ mich Aufgaben an der Tafel machen und kommentierte jeden Fehler laut und spöttisch. „Das ist ja selbst für dich peinlich“, sagte er mal. Und irgendwann begann auch der Rest der Klasse, mich auszulachen. Ich war die Dumme, die Versagerin. „Mathe-Lara“, nannten sie mich – als Witz, nicht als Spitznamen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fing an, mich zurückzuziehen. Ich redete kaum noch in der Schule, traute mich nicht mehr, mich zu melden. In den Pausen stand ich allein. Manche tuschelten, andere warfen mir Zettel hin: „Dumm wie Brot“ stand da einmal drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuhause sagte ich nichts. Meine Eltern fragten natürlich – sie merkten, dass ich mich veränderte, dass ich weniger aß, weniger lachte, dass ich nur noch in meinem Zimmer saß. Ich sagte immer nur: „Ist nichts. Nur viel zu lernen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es war nicht nichts. Es war alles. Ich fühlte mich wertlos. Ich konnte kaum noch schlafen, lag stundenlang wach und dachte: Ich schaffe das nicht. Ich bin nichts wert. Ich will nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Punkt kam, an dem ich mir ernsthaft etwas antun wollte. Ich hatte es geplant. Ich hatte sogar einen Abschiedsbrief geschrieben. Aber meine Mutter kam zufällig ins Zimmer, als ich gerade weinte. Danach ging alles schnell: Klinik, Gespräche, Tränen. Viel Schweigen. Aber auch: das erste Mal reden. Endlich sagen, was wirklich los war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Therapeutin kontaktierte die Schule. Der Rektor wurde informiert. Ich hatte gehofft, jetzt würde sich etwas ändern. Aber nichts passierte. Herr B. sagte, er habe mich „motivieren“ wollen. Ich hätte wohl „alles etwas zu ernst genommen“. Und der Rektor? Er hielt zu ihm. Sagte nur: „Vielleicht lag ein Missverständnis vor.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Missverständnis? Ich fühlte mich verraten. Also ging ich. Ich konnte nicht zurück in diese Klasse, in diesen Raum, zu diesem Lehrer. Ich wechselte die Schule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort war es anders. Nicht perfekt, aber besser. Ich fand langsam Menschen, die mich so sahen, wie ich wirklich war. Ich kämpfte mich durch. Ich machte mein Abitur. In Mathe gerade so bestanden – aber ich hab&#8217;s geschafft. Und das war mein Sieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute studiere ich Psychologie. Ich will mit Jugendlichen arbeiten, die durch sowas gehen wie ich. Weil ich weiß, wie einsam man sein kann. Wie schwer es ist, Hilfe zu holen. Und wie wichtig es ist, dass einen jemand sieht. Wirklich sieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin noch da. Und ich bin stärker, als sie dachten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alex Mobbinggeschichte &#8211; vom Gemobbten zum Held</title>
		<link>https://anders-gleich-anders.de/geschichten/alex-mobbinggeschichte-vom-gemobbten-zum-held/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Feli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2025 15:10:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin auf dem niederbayerischen Pampa aufgewachsen. Ich glaub in der 7.Klasse, noch bevor ich mir selbst überhaupt Gedanken über meine eigene Sexualität gemacht hatte, hatte ich mich im Unterricht nicht negativ über Homosexuelle ausgesprochen. Daraufhin wurde ständig von beinahe der gesamten Klasse absurd und verletzend über meine Sexualität diskutiert,<a class="moretag" href="https://anders-gleich-anders.de/geschichten/alex-mobbinggeschichte-vom-gemobbten-zum-held/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin auf dem niederbayerischen Pampa aufgewachsen. Ich glaub in der 7.Klasse, noch bevor ich mir selbst überhaupt Gedanken über meine eigene Sexualität gemacht hatte, hatte ich mich im Unterricht nicht negativ über Homosexuelle ausgesprochen. Daraufhin wurde ständig von beinahe der gesamten Klasse absurd und verletzend über meine Sexualität diskutiert, nichts war zu absurd. Meine Vorlieben , die ich damals noch nicht mal hatte, waren öffentliches Diskussionsthema. In der Sportumkleide gab&#8217;s ein Wettrennen, sich umzuziehen, bevor ich über halbnackte Schüler herfallen würde &#8211; so die Meinung aller. Ständige Witze darüber, dass ich die Seife fallen lassen würde. Und ab und an landete der gesamte Inhalt des Mülleimers im Klassenzimmer in meinem Rucksack. Mir wurden Titten an den Pulli gemalt und alles, was ich sagte, übertrieben nasal und feminin nachgeäfft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ging teilweise bis zum Abitur und führte dazu, dass Sexualität für mich zu einem großen Tabuthema wurde&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8230;Erst Anfang 20 traute ich mich überhaupt, vorsichtig mich über Sexualität zu informieren, erst mit Mitte 20 redete ich mit Freunden über meine geheimgehaltenen, wenigen sexuellen Erfahrungen. Und als ich das tat, brach ein Teil meines niederbayerischen Freundeskreises wieder mit mir. Ich wurde nicht mehr auf Partys eingeladen, man machte Witze über mich &#8230; Das sind nur wenige Punkte, die ich erlebte, führten aber zu lebenslanger Verunsicherung. Zum Beispiel traute ich mich nie, irgendeine Form von echter Beziehung zu haben und fing an, mich bedeckt zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hätte ein ganz anderes Leben führen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt bin ich Lehrer. Und für die queeren Kids meiner Schule bin ich die Bezugsperson, die ich nicht hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alex</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="988" src="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-1024x988.jpeg" alt="" class="wp-image-2751" srcset="https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-1024x988.jpeg 1024w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-300x289.jpeg 300w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316-768x741.jpeg 768w, https://anders-gleich-anders.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_0316.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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